Bewusstsein in der Musik – heute und gestern

„So ist also die Erziehung durch Musik darum die vorzüglichste, weil der Rhythmus und die Harmonie am meisten in das Innerste der Seele dringt und am stärksten sie erfasst und Anstand bringt und anständig macht, wenn jemand darin richtig erzogen wird“, drängte es bereits Platon vor ca. 2370 Jahren zu schreiben, wobei wir nur staunen können, dass er der Musik damit eine herausragende Rolle bei der Bildung eines ihm vorschwebenden idealen Staates übertrug. Doch nicht nur Platon, sondern beinahe alle großen Denker erkannten der Musik höchsten Wert zu.

Irina Jacobson „Musik Soli Deo Gloria“

Vor allem aus den Blogbeiträgen 2020 konntest du vielleicht erfahren, dass das irdische Bewusstsein nach Jahrtausenden seiner Begrenzung bis höchstens BW 1040, seit Sommer 2019 – um genau zu sein ab dem 08.08.2019 – eine neue Ebene erreicht hat. Seither ist unser aller Bewusstsein nach oben hin offen! Dabei hatten wir natürlich auch zuvor IMMER die freie Wahl, ob wir unser Bewusstsein durch Liebe erweitern wollen oder durch Angst weiterhin in Unbewusstheit und Fremdbestimmung fallen lassen. Die nonverbale Sprache unserer Musik spielt hierbei eine – durchaus nicht unbeabsichtigt – allgemein unterschätzte machtvolle Rolle. Für diesen Beitrag habe ich Werke von zwei großen Meistern der Komposition ausgewählt, die es unbedingt lohnt anzuhören: Die großen Violoncellokonzerte von Dmitri Schostakowitsch (1906-1975) in Es-Dur und Antonin Dvorak (1841-1904) in h-moll in der Interpretation der besten Cellisten unserer Zeit sowie der jüngsten Vergangenheit. So ist es möglich, sich nicht nur einen Überblick über das sich ausdehnende Bewusstsein zu verschaffen, sondern es anhand der Klangbeispiele praktisch hörbar nachvollziehen zu dürfen. Das Einzigartige an unserer als „klassisch“ bezeichneten Musik ist, dass sie lebendiges Bewusstsein ist, genau wie jedes Lebewesen in unserem Universum. Und wenn bis August 2019 deren höchst mögliches Bewusstsein noch begrenzt war, sind heute alle großen Kompositionen in ihren Ausdrucksmöglichkeiten ebenso unbegrenzt nach allen Seiten hin offen. Es wird in Zukunft somit immer hochschwingendere Interpretationen von all den hier zitierten Werken und darüber hinaus selbstverständlich aller weiteren, unzähligen, von den großen Meistern komponierten Werke geben. Ganz sicher hängt dies IMMER mit dem Bewusstsein der ausübenden Musiker zusammen.

Das 1. Cellokonzert von Schostakowitsch wurde damals vom Komponisten in seiner höchsten Klangmöglichkeit mit einem Bewusstsein von BW 862 konzipiert.

Shostakovich – Cello Konzert Nr. 1 in Es-Dur, op. 107 (Capuçon / Gergiev / Münchner Phil)

Aufnahme 2021: BW 41.800

D. Shostakovich – Cello Concerto No. 1 in E flat major, Op. 107 (Live)

Solist: Gautier Capuçon, French Radio Philharmonic Orchestra, Dirigent: Lionel Bringuier

Aufnahme 2012: BW 743

Komponist: Dmitri Dmitriyevich Shostakovich (25 September 1906 — 9 August 1975), Philadelphia Orchestra, Dirigent: Eugene Ormandy, Cello: Mstislav Rostropovich (Ihm wurde das Konzert vom Komponisten zugeeignet) 00:22 I. Allegretto 06:36 II. Moderato 17:28 III. Cadenza – Attacca 22:27 IV. Allegro con moto

Aufnahme 1956: BW 835

Solistin: Sol Gabetta, Dirigent: Carlos Kalmar, Orquesta Sinfónica de RTVE, Komponist: Dmitri Dmitriyevich Shostakovich (1906 – 1975)

0:15 Allegretto 6:55 Moderato 18:52 Cadenza — Attacca 24:02 Allegro con moto

Aufnahme 2013: BW 772

Das Dvořák – Cello-Konzert in B minor Op. 104 wurde damals vom Komponisten in höchster Klangausführung mit einem Bewusstsein von BW 878 komponiert.

Eine Aufnahme vom 18. Dezember 2020 in Kooperation mit ARTE Concert, Elbphilharmonie Hamburg Dirigent : Alan Gilbert – NDR Elbphilharmonie Orchester

00:00 I. Allegro 15:28 II. Adagio, ma non troppo 27:24 III. Finale. Allegro moderato

Aufnahme 2020: BW 42.600

Antonín Dvořák – Cello Concerto in B minor, Op. 104, B. 191 1. Allegro 0:00 2. Adagio, ma non troppo 16:05 3. Finale: Allegro moderato – Andante – Allegro vivo 28:25

Gautier Capuçon: Cello; Paavo Järvi: Dirigent, Orchestre de Paris

Aufnahme 2013: BW 774

Jacqueline du Pré – Dvořák Cello Concerto – London Symphony Orchestra, Dirigent: Daniel Barenboim

Live in der Royal Albert Hall, September 1968. 1. Allegro 0:00 2. Adagio, ma non troppo 16:10 3. Finale 29:01

Aufnahme 1968: BW 817

Cello: Mstislav Rostropovich, NHK Symphony Orchestra: Seiji Ozawa

Suntory Hall in Tokyo Japan

Aufnahme Jan. 1995: BW 853

Pablo Casals (1876-1973): Cello, Alexander Schneider and The Festival Casals Orchestra Puerto Rico

Aufnahme vom 14. Juni 1960: BW 868

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